Stele gegen das Vergessen

Zeitungsartikel "Die Glocke" | Oktober 2020

 

Friedhof in Enniger soll Stele gegen das Vergessen erhalten

Von Jana Hövelmann 


Enniger (gl). Gegen das Vergessen soll auf dem Friedhof an der Friedenstraße in Enniger eine Gedenkstele errichtet werden – für jene Verstorbene, deren Gräber dort eingeebnet werden oder bereits wurden. Die Idee brachten Günther Hans und seine Lebensgefährtin Ludmila Schlamann aus dem Urlaub mit in die Heimat. „Wir haben einen Friedhof besucht, auf dem ein kupfernes Buch auslag“, erinnert sich der Ennigeraner. In diesem seien die Namen sämtlicher Verstorbener aufgelistet gewesen, die auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden hätten. „Ich habe gedacht: Es wäre schön, wenn wir so etwas auch vor Ort hätten.“ Mit seinem Vorschlag stieß Günther Hans beim Verwaltungsrat Enniger auf offene Ohren. „Wir haben die Idee gern aufgegriffen und als Grundlage für eigene Überlegungen genutzt“, sagt Verwaltungsratsmitglied Matthias Lohmann. 


Die Stele, die von dem Ostenfelder Steinmetz Paul Becker aus Granit gefertigt und in der Gestaltung an den Stein auf einem Urnengrab angelehnt sein wird – soll nach jetzigem Planungsstand im Frühjahr 2021 in der Nähe der Aussegnungshalle aufgestellt werden. „Wichtig ist: Die Aufnahme des Namens auf die Stele geschieht nicht automatisch“, betont Pastor Wolfgang Schmitz. Familienmitglieder müssten sich bei Interesse an die Gemeinde wenden. 


Für letztere sei das Vorhaben eine Möglichkeit, die Attraktivität des Friedhofs zu steigern, ergänzt Lohmann. Die Kosten für Herstellung und Installation des Gedenksteins – circa 2800 Euro – werden zum Teil von Günther Hans und Ludmila Schlamann getragen. Der andere Teil soll durch Spenden finanziert werden.  

 

Interessierte, die das Projekt finanziell unterstützen möchten, können sich im Pfarrbüro (Tel.:  02528 950190) melden.