Auf ein Wort ...

Samstag 28. März

Mich umfingen die Fesseln des Todes.

Die Bande der Unterwelt umstrickten mich.

In meiner Not rief ich zum HERRN.

Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen.

 

(Psalm 18, 5-7,

Eröffnungsvers des Samstags der 4. Fastenwoche)

 

 

Ich gebe zu: Es ist eher sehr selten, dass bei uns der Eröffnungsvers in einem Gottesdienst zu hören ist, obgleich die Liturgie ihn durchaus vorsieht.

Der Vers soll das Herz bereiten für die sich dann vollziehende Feier.

Heute drückt er die Gewissheit der Gebetserhörung aus:

Er hörte mein Rufen.

 

Ich denke, dass sehr viele Menschen zum HERRN rufen.

Und viele gibt es, die würden die ersten drei Zeilen als die ihrigen bezeichnen,

doch die vierte weit von sich weisen: der HERR hörte mein Rufen?

Gebetserhörung ist kein Automatismus der Wunscherfüllung,

sondern die Zusage: Ich bin Gott nicht egal!

Da ist jemand, der hört, zuhört und dem ich mich und mein Schicksal anvertrauen darf
und dem ich getrost dann überlassen darf, wie ER es anfängt und vollendet.

 

Dass Sie und ihr aus dem Vertrauen zum HERRN das Leben leben können/könnt,

das wünscht

Pfarrer Andreas Dieckmann

Freitag 27. März

Während Jesus im Tempel lehrte,

rief er: Ihr kennt mich

und wisst, woher ich bin;

aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen,

sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit.

Ihr kennt ihn nur nicht.

Ich kenne ihn,

weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.

 

(aus der Tageslesung vom Freitag der 4. Fastenwoche)

 

 

Ich sitze zu Hause am Tisch im Wohnzimmer und schaue aus dem Fenster in den Garten.

Es ist ein herrlicher Tag, die Sonne scheint vom blauen Himmel und beim geöffneten Fenster höre ich die Vögel zwitschern.

Eine wunderbare Ruhe breitet sich in mir aus.

Auch wenn die Corona Krise das Leben und den Alltag scheinbar zum Stillstand bringt, die Natur beweist uns das Gegenteil.

Sie erwacht zu neuem Leben.

 

Wir dürfen dankbar sein für das von Gott geschenkte Leben.

 

Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um wieder mehr Zeit und Ruhe für den Glauben zu finden.

Jesus verweist auf Gott, seinen Vater, er hat ihn gesandt, er steht ein für die Wahrheit und das Leben.

 

Ich wünsche Ihnen allen eine tiefe Verbundenheit und Zuversicht im Glauben.

Ihre und Eure Pastoralreferentin Sabine Grimpe