Clean-Up-Day der Messdiener Ennigerloh

Zeitungsartikel "Die Glocke" | 21.09.2020

 

Müllsammelaktion der Messdiener 

„Manchen ist auch einfach nicht zu helfen"

Ennigerloh (yalo). „Ich glaube, dass es mit dem Müll in der Umwelt schlimmer geworden ist“, sagt die 21-jährige Laura Sonnenburg. Diesem Problem hat sich die Messdienerleiterin der Katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Ennigerloh am Samstag, dem World-Cleanup-day (Weltaufräumtag), gewidmet. Gemeinsam mit 26 weiteren Messdienern – Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – sammelte sie Müll im Stadtgebiet auf, um sich auf diese Weise für den Umweltschutz einzusetzen.

 

Die ehemalige Pestalozzischule war eines von fünf Zielen, die die Freiwilligen am Samstag mit ihren Pickern und Müllsäcken ansteuerten. Messdienerleiterin Laura Sonnenburg betonte, dass viele Menschen kein Bewusstsein dafür hätten, wie mit Müll umgegangen werden müsse. Letzteres bestätigte sich zumindest auf dem Schulhof, auf dem die Gruppe Servietten, Dosen, Flaschen und Papier einsammelte. „Wir machen das, weil wir unsere Stadt sauber halten wollen“, erklärte die Auszubildende.


Auch die elfjährigen Schülerinnen Meike Schniederkötter, Tessa Jasper und Inga Westermann wussten, warum sie bei der Aktion am Samstag gebraucht wurden: „Es wird immer mehr produziert und weggeschmissen“, erläuterte Meike Schniederkötter das Problem. Ihre Freundin Inga Westermann ergänzte, die Müllsammelaktion der Messdiener sei nicht ihr erster Einsatz für den Umweltschutz. In ihrer Nachbarschaft habe sie sich bereits an einer gleichgelagerten Aktion beteiligt.


Messdienerleiterin Laura Sonnenburg stellte die These auf, dass in ländlichen Regionen intensiver auf die umweltgerechte Müllentsorgung geachtet werde als in Großstädten. „Würde jemand in Ennigerloh einfach so Müll wegschmeißen, müsste er Angst haben, erkannt zu werden.“ Ob die zunehmende Umweltverschmutzung auf ihre Generation zurückzuführen ist? „Nein“, sagten sowohl die Schülerinnen als auch ihre Betreuerinnen. Vielmehr komme es auf den Verstand der Menschen an und darauf, wie sie über das Problem aufgeklärt seien, gab Messdienerleiterin Milena Kone zu bedenken. „Manchen ist auch einfach nicht zu helfen.“
Zusätzliche Maßnahmen der Stadtverwaltung, die zur Eindämmung der Umweltverschmutzung beitragen könnten, hält die Auszubildende Milena Kone für nicht notwendig. „Es gibt an vielen Stellen Mülleimer“, betonte die angehende Verwaltungsfachangestellte. Sie frage sich, warum oftmals der Müll direkt daneben entsorgt wird.

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