Gedanken für die Woche

9. August

Glaube tut gut

Normalerweise werden in den Sommerferien die Kirchen immer leerer. Danach füllt sich die Kirche wieder. In diesem Sommer ist alles anders. Durch Corona waren die Kirchen vorher schon ziemlich geleert. In den Sommerferien hat sich das - zumindest bei uns – geändert. Die Kirche wird langsam immer voller. Natürlich, die Gottesdienste wurden sorgfältig vorbereitet. Die Themen hatten etwas mit den Menschen zu tun. Die Lieder wurden liebevoll ausgesucht. Oft gab es Solisten und besondere Einlagen und wir haben auf die Sicherheit aller Teilnehmenden geachtet. Wir haben nicht gedrängt – Sicherheit geht vor. Wir haben immer wieder behutsam eingeladen. Das haben Menschen gemerkt. Und sie haben gemerkt, es fehlt etwas im Leben - ohne Gottesdienst!

 

Gottesdienst ist notwendig, denn Gottesdienst tut gut. Gottesdienst soll ja nicht Gott gut tun, das braucht der liebe Gott nicht. Gottesdienst will Gemeinde bilden und den Glauben stärken, denn Glaube braucht Gemeinschaft. Hier können wir die Erinnerung an Gott und sein Wirken in der Welt wachhalten, hier können wir Gemeinschaft und Glauben feiern, und zusammen suchen, wenn Leben und Glauben schwerfallen.

Der Glaube lebt natürlich nicht nur im Kirchgebäude sondern an vielen anderen Orten. Die Kirche ist nicht verschwunden,  selbst dann nicht, als Gottesdienste wegen Corona nicht erlaubt waren. Der Glaube lebt in jedem einzelnen und in vielen Gruppen und Einrichtungen, in Krankenhäuser, bei der Caritas, in der Flüchtlingshilfe im Umweltschutz, und, und, und. Kirche ist auch in der Corona Zeit da – nur oft wird sie übersehen.

 

Glaube will gefeiert werden, nicht starr, in lebendiger Liturgie, da sind wir gemeinsam unterwegs, als Gemeinde und mit Gott. Ich denke dafür brauchen wir Kirche und Gottesdienste und das spüren immer mehr: Kirche tut gut.

Am Sonntag ist Gottesdienst, vielleicht sehen wir uns ja?

 

Dir und uns allen eine gute Zeit, aus dem Pfarrhaus St. Mauritius, Enniger grüßt auch im Namen des Pastoralteams von St. Jakobus Ennigerloh, Dein / Euer

Wolfgang Schmitz, Pastor.