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Bildergalerie mit Bilder von Bernhard Meyer

Bildersammlung (www.ennigerloh.info) über den Abriß

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Profanierung von St. Ludgerus Ennigerloh (9. Juni 2013) + Abriss

Zeitungsinterview (Die Glocke - 24. August 2013 - Anke Rautenstrauch)
„Tiefe Verbundenheit mit der Kirche“

Link zum Interview mit Pfarrer Andreas Dieckmann

Bild: Hübl

 

Zeitungsbericht (Die Glocke - 23. August 2013 - Anke Rautenstrauch)
Abrissbagger besiegelt Ende von St. Ludgerus

Link zum Zeitungsbericht

Bild: Rautenstrauch


Zeitungsbericht (Die Glocke - 11. Juni 2013 - Eva Haunhorst)
"Es gibt einen Weg durch die Erschütterung"

Am Ende steht die Hoffnung: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag" schallt beim letzten Auszug aus der nun profanierten St.-Ludgerus-Kirche durch das Ennigerloher Gotteshaus. in Kürze wird es abgerissen.
Bei allem Schmerz, den zahlreiche Gläubige an diesem Sonntagabend empfinden - Weihbischof Dr. Stefan Zekorn hat ihnen in der Messe auch mit auf den Weg gegeben, im Vertrauen auf Gott nach vorn zu schauen. Und so singen die Gläubigen weiter: "Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jede neuen Tag."
54 Jahre lang ist die St.-Ludgerus-Kriche vielen Gemeindemitgliedern ein Stück Heimat gewesen. Hier sind sie getauft worden und zur ersten heiligen Kommunion gegangen, hier haben sie geheiratet und Abschied genommen. Auf all das blickt der Weihbischof in seiner Predigt zurück. "Viele Lebensgeschichten sind mit dieser Kirche verbunden, viele Erinnerungen hängen an ihr", betont er und verspricht: "Alles, was Menschen in dieser Gemeinde gewirkt, gebetet, gefeirt und gestaltet haben, ist bei Gott geborgen. Es hat Ewigkeitswert, auch wenn diese Kirche bald Geschichte ist." Zugleich dankt Dr. Zekorn allen, die sich in St. Ludgerus engagiert haben, und nennt beispielhaft unter anderem den ehemaligen Pastoralreferenten Otto Aarts.
Dass er dieses Gotteshaus schließen müsse, sei auch für ihn ein "schwer verständlicher Akt", sagt der Weihbischof. Sein Herz komme hier nicht mit, sein Verstand nur zum Teil. Aber er sehe "angesichts drastischer und dramatischer gesellschaftlicher und kirchlicher Entwickungen" keine Alternative zu diesem Schritt. Der Besuch der Sonntagsgottesdienste sei von einst etwa 60 Prozent auf 9 Prozent gesungen.
"Jede Zeit hat ihre Erschütterung", betont Dr. Zekorn. "Zu unserer gehört offenbar die durch die Schließung von Kirchen." Dabei beziht er sich auf das von Hilde Schürk-Frisch gestaltete Kreuz, das über dem Alter der St.-Ludgerus-Kirche hängt. "Unerschttert ragt das Kreuz. Der Erdkreis derweil stürzt im Wirbel dahin", ist dort zu lesen. "Ja, wir werden ganz schön durcheinandergewirbelt heute, und das ist schmerzlich", sagt er. "Aber es gibt einen Weg durch die Erschütterung hindurch." Denn Jesus Christus habe versprochen: "Ich bin bei euch alle Tage - bis zum Ender der Welt."

Gemeinsame Gestaltung
In der Messe zur Profanierung haben Pfarrer Andreas Dieckmann, Pfarrer Sebastian und Pastoralreferentin Sabine Grimpe dem Weihbischof zur Seite gestanden. Gemeinsam trugen sie am Ende unter anderem die Reliquie und das Evangeliar aus dem Gotteshaus.
Der Kirchenchor und die Schola gestalteten den Abschied von St. Ludgerus ebenso wie Vertreter der Gruppen und Generationen des Gemeindebezirks, die die Fürbitten sprachen.
Dr. Stefan Zekorn zitierte am Ende einen Brief, den der ehemalige Liturgiekreis im Namen der Kirche an deren Besucher geschrieben hatte. Dort heißt es: "Ihr dürft mich in Erinnerung behalten, aber ihr braucht auch ein neues Zuhause. Ich hoffe, dasss ihr es in der Jakobuskirche findet und zu einer echten Gemeinde zusammenwachst."

Zitate


Zeitungsbericht (
Die Glocke - 10. Juni 2013)
Emotionaler Abschied von St. Ludgerus

Nach 54-jähriger Geschichte ist die Ennigerloher St.-Ludgerus-Kirche am Sonntagabend in einem feierlichen Gottesdienst profaniert worden. Dabei ließen viele der Gläubigen ihren Gefühlen freien Lauf und schämten sich ihrer Tränen nicht.
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn zeigte in seiner Predigt Verständnis für den Schmerz der Gemeindemitglieder, die von dem Gotteshaus Abschied nehmen müssen, blickte aber auch schon voraus: Die Welt der Gläubigen werde durch die Profanierung und den bevorstehenden Abriss der Kirche erschüttert, betonte er, Jesus Christus aber führe die Gemeindemitglieder durch diese Erschütterung hindurch und gehe mit ihnen den Weg weiter. Pfarrer Andreas Dieckmann verlas das Dekret von Bischof Dr. Felix Genn, das die Profanierung besiegelte. Am Ende der Messe legten die Gläubigen vor dem Hauptportal der Kirche ein Kreuz aus Teelichtern.


Am Ende des Profanierungsgottesdienstes legten die Gläubigen vor dem Hauptportal der Kirche ein Kreuz aus Teelichtern.

Bild: Rautenstrauch