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Aktuelle Berichte

Generalversammlung der Young Voices St. Margaretha Ostenfelde

Kirchenzeitung
Helena Altkemper wird neue Vorsitzende der Young Voices

Der Chor Young Voices St. Margaretha Ostenfelde hat eine neue Vorsitzende. Bei der Generalversammlung wurde Helena Altkemper in dieses Amt gewählt, das bisher Andrea Averbeck innegehabt hatte.

Zunächst begrüßte Andrea Averbeck noch als Vorsitzende die Chorleiterin Agnes van Bergerem sowie die anwesenden Chormitglieder zur Versammlung. Pfarrer Shaji Sebastian konnte aufgrund seines Urlaubs in der Heimat Indien nicht dabei sein. Nach dem gemeinsamen Abendessen berichtete Schriftführerin Verena Hauffen im Jahresrückblick über ein ereignisreiches Chorjahr 2018. Besonders hervorzuheben waren das 140 jährige Jubiläum des Pfarrcäcilienchors sowie das Weihnachtskonzert. Kassiererin Ursula Besselmann trug den Kassenbericht vor, der von den Kassenprüfern Monika Burchert und Viola Kemper einwandfrei bestätigt wurde. Im Anschluss bedankte sich der Vorstand der Young Voices bei der Chorleiterin Agnes van Bergerem mit einer Blume und einem Gutschein für ihren unermüdlichen Einsatz in allen Belangen des Chores. Auch die Chorleiterin sprach ihren Dank an alle Mitglieder für den Einsatz im vergangenen Jahr aus. Neben den regulären Proben wurden 19 Termine in 12 Monaten wahrgenommen, eine starke Leistung. Auch für das neue Jahr ist der Terminplan schon gut gefüllt. Höhepunkt ist das ökumenische Gemeinschaftskonzert der Chöre aus dem Raum Ennigerloh, das im September in Westkirchen stattfinden wird.

Im Anschluss standen die Wahlen auf dem Programm. Nach sechs Jahren als Vorsitzende der Young Voices gab Andrea Averbeck ihr Amt ab. Dies übernimmt Helena Altkemper. Unterstützt wird sie dabei von Silke Gehlich, die in ihrem Amt als Zweite Vorsitzende bestätigt wurde, ebenso wie die Schriftführerin Verena Hauffen. Stefanie Leder gibt nach drei Jahren als Notenwartin diese Aufgabe an Victoria Bock ab und Carolin Lehrmann ersetzt Viola Kemper als Kassenprüferin für die nächsten zwei Jahre.

Neu in die Gemeinschaft aufgenommen wurden Marie Averbeck, Victoria Bock, Franziska Schulte, Johanna Schulte und Marlene Zanke. Die fünf Sängerinnen werden den Chor zukünftig mit ihren Stimmen unterstützen. Neben Zuwachs im Chor können die Young Voices auch auf treue Mitglieder zählen. Monika Burchert erhielt eine Urkunde für 5 Jahre im Chor, Verena Hauffen und Laura Thegelkamp für 20 Jahre sowie Ursula Besselmann und Andrea Gröne für 25 Jahre Mitgliedschaft. Eine Urkunde für 30 jährige Chortreue erhielt Stefanie Leder.

25. November 2018
Jugendgottesdienst "Light & Life"

Bildergalerie


Eine besondere Atmopshäre herrschte beim Jugendgottesdienst in der St.-Jakobus-Kirche in Ennigerloh. Das Bild zeigt Milena Kone und Pfarrer Andreas Dieckmann.
Die Glocke (Mi. 5. Dezember 2018)
Jugendgottesdienst mit Lichtanimation

Kürzlich hatte die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus Ennigerloh zu einem Jugendgottesdienst eingeladen, den laut einem Bericht zahlreiche Gäste unterschiedlichen Alters besuchten. Mit vielen Lichtanimationen in der Kirche wurde auf besondere Weise die Lebensgeschichte von der Geburt bis zum Tod erzählt. Dabei war keine Kirchenmusik zu hören, sondern bekannte Filmlieder, zu dem das Licht auf die Sekunde genau programmiert worden war. Dieser besondere Jugendgottesdienst faszinierte die Besucher. Geplant wurde er von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Messdienerleiterrunde in Zusammenarbeit mit Pfarrer Andreas Dieckmann.

Oktober 2018
30 Jahre IN VIA

IN VIA, Verband für Mädchen- und Frauen Sozialarbeit in Ennigerloh, blickt auf 30 Jahre zurück.

Kürzlich feierte IN VIA Ennigerloh im Rahmen einer Feierstunde sein 30 jähriges Bestehen.

Der Verband ist aus Ennigerloh mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Eva Dietrich und Brigitte Mehler blickten als Vorsitzende des Vereins auf eine bewegte Zeit zurück.

Damals wurden durch die Schließung der Firma Profilia viele Mädchen und junge Frauen arbeitslos. Um diese zu unterstützen fand sich eine Gruppe engagierter Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese jungen Menschen zu unterstützen.

Um einen verbandlichen Rückhalt und Unterstützung zu bekommen schlossen sie sich wenig später dem Verband IN VIA Deutschland an. Das war die Geburtsstunde von IN VIA in Ennigerloh. Der Verein ist ein Fachverband innerhalb des Kreiscaritasverbandes.

Gründungsmitglieder die auf der Feier waren:

(v. l.) Otto Aarts, Regina Trockel, Hermann Ueding, Cäre-Marie Schepers und die Vorsitzende Eva Dietrich

(v. l.) Brigitte Mehler (2. Vorsitzende) und Eva Dietrich (1. Vorsitzende)

Auch wenn sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt heute für die jungen Menschen  verbessert hat, gibt es weiterhin viele Themen, wo die Mädchen ein Stück Wegbegleitung brauchen.

Die Beratung und Begleitung von Mädchen und jungen Frauen ist auch heute die wichtigste Aufgabe von IN VIA in Ennigerloh. Die Beratungsinhalte sind vielfältiger geworden. Heute werden die Mädchen fachlich zu Themen wie Mobbing, Schwierigkeiten mit den Eltern, mangelnde Selbstakzeptanz etc.  beraten. Die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz ist auch aktuell noch Thema, wenn auch nicht mehr schwerpunktmäßig.

Im Laufe der Zeit hat der Verein sich immer neuen Bedarfen angepasst, so gab es damals, als die Aussiedler hierherkamen, eine Gruppe junger Aussiedlerinnen. Später stellte sich der Bedarf einer Gruppe junger Mütter und vor zwei Jahren startete Brigitte Mehler mit einer integrativen Tanzgruppe, wo geflüchtete Mädchen zusammen mit deutschen Mädchen orientalische Tänze erlernten.

2010 wurde das IN VIA Angebot durch das Patenprojekt erweitert. Hier engagieren sich Frauen, indem sie als Patin, ein Mädchen ein Stück ihres Weges begleiten. Bei dieser Aufgabe werden sie, durch die pädagogische Fachkraft Martina Happe (Diplom-Sozialpädagogin), begleitet.

Bevor der Verband in Ennigerloh gegründet wurde, war IN VIA deutschlandweit und sogar weltweit  schon viele Jahre zuvor vernetzt. Mit der einsetzenden Landflucht im Zusammenhang mit der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen viele Mädchen in die Städte. Damit sie an den Bahnhöfen nicht in „falsche Hände“ gerieten, wurden sie von engagierten Frauen empfangen und in „seriöse“ Arbeitsverhältnisse vermittelt. Das war die Geburtsstunde der Mädchensozialarbeit, woraus sich dann vor über 100 Jahren die IN VIA Verbände entwickelten. Zu dieser Entwicklung und zu der äußerst schwierige Situation der Mädchen damals erzählte und las Edith Barth sehr eindrucksvoll und bewegend. Musikalisch wurde ihr Vortrag von Hermann Uedung begleitet.

Damals wie heute geht es darum, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Individualität zu finden und zu leben, ihre Stärken zu erkennen und einzusetzen. Dadurch gehen die jungen Menschen gestärkt und glücklich ins Leben. So gelingt es ihnen ganz gewiss die Herausforderungen ihres Lebens zu meistern.

So gilt damals wie heute das Motto Hilfe zur Selbsthilfe.

Wer die Arbeit von IN VIA durch ehrenamtliches Engagement, durch die Mitgliedschaft im Verein oder durch Spenden unterstützen möchte ist herzlich willkommen.

Weitere Informationen: www.invia-ennigerloh.de

Kinderkirche Ennigerloh
Kinder entdecken die Kirche

Alle vier Wochen lädt die Jakobuspfarrei zur Kinderkirche ein. Eltern, Großeltern und Kinder machen es sich auf dem Fußboden auf Sitzkissen gemütlich. 

Die Mitte wird gestaltet, eine Kerze entzündet, eine biblische Geschichte erzählt. Kinder entdecken die Kirche als einen Raum, in dem sie gerne sind und sich gut aufgehoben fühlen. Die vom Kinderkirchenteam liebevoll vorbereiteten Gottesdienste laden ein zum Hören, Sehen, Spielen und Singen mit viel Bewegung.  Das Kinderkirchenteam und Pastoralreferentin Sabine Grimpe freuen sich auf weitere Besucher, Groß und Klein bei der nächsten Kinderkirche am 4. Oktober um 16 Uhr in der Jakobuskirche.

Orgelkonzert ... auch zu vier Händen

Sonntag, 10. Juni 2018 | Kath. Pfarrkirche "St. Jakobus" Ennigerloh

Orgel: Agata und Winfried Lichtscheidel

Nachlese
 

Präventionsarbeit gegen grenzverletzendes Verhalten und sexualisierte Gewalt

www.bistum-muenster.de (Mi. 25. April 2018 - Doris Eberhardt)
„Der Weg ist das Ziel“

Gemeinsam geht es leichter: Das haben sich die zehn Pfarreien im Dekanat Ahlen-Beckum beim Thema Präventionsarbeit gegen grenzverletzendes Verhalten und sexualisierte Gewalt gedacht. Sie haben sich zusammen auf den Weg gemacht, um ein sogenanntes Institutionelles Schutzkonzept (ISK) zu erstellen. Gemeinsam wollen sie Fragen und Unsicherheiten klären und sich über praktische Umsetzungsmöglichkeiten sowie gemeinsame Standards verständigen. Unterstützt und begleitet werden sie auf diesem Weg von Doris Eberhardt, Präventionsfachkraft des Bistums Münster. Neben mehreren Treffen auf Dekanatsebene findet die konkrete Arbeit in den Pfarreien statt.

Was zunächst theoretisch klingt, beinhaltet hilfreiche Tipps für die Umsetzung im Alltag. Beispielsweise nehmen alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, an Präventionsschulungen teil, in denen sie informiert und für das Thema sensibilisiert werden. Daneben werden Maßnahmen zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen entwickelt und umgesetzt und die Angebote zur Hilfe und Beratung für Betroffene ausgebaut.

„In diesem Prozess ist der Weg das Ziel“, weiß Doris Eberhardt. Ziel sei es, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen Grenzverletzungen und Gewalt „einen festen Platz sowohl in den Köpfen und den Herzen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden als auch in den Strukturen der Organisation“ bekommt. Dabei müsse eine möglichst hohe Transparenz auf allen Ebenen geschaffen werden, erklärt die Präventionsfachkraft. „Nur so können wir beim Thema Prävention miteinander sprachfähig werden und das Konzept auch im Alltag umsetzen.“

Pfarrer Thomas Linsen aus Neubeckum blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate: „Es liegt zwar noch viel Arbeit vor uns, aber ich bin motiviert und sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Bereitschaft und das Interesse zur Mitarbeit von Menschen aus unserer Pfarrei stimmt mich sehr optimistisch.“

Neben den zehn Pfarreien im Dekanat Ahlen-Beckum sind viele weitere Pfarreien und Institutionen im gesamtem Bistum dabei, die Vorgaben von Bischof Dr. Felix Genn zur Prävention in die Praxis umzusetzen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.praevention-im-bistum-muenster.de/praevention/isk/.

Januar/Februar 2018
Pfarrer Shaji Sebastians Reise nach Indien

Für sieben Wochen zurück in die Heimat-Diese tolle Aussicht hatte Pfarrer Sebastian als er sich Anfang Januar in das Flug-zeug setzte. Eine anstrengende Reise stand ihm bevor, doch die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit seiner Familie war groß.

Von Düsseldorf ging der elfstündige Flug über Dubai nach Calicut, eine Stadt an der Malabarküste im Indischen Bundesstaat Kerala (430.000 Einwohnern). Dort erwartete ihn sein Vater, mit dem er die restlichen 120 Kilometer in die Gemeinde Manimooly mit dem Auto zurücklegte. Für diese Strecke benötigen sie vier Stunden, da die Straße von Lastwagen, Bussen, Autos, Fahrrädern, Fußgängern und Tieren Gleichermaßen genutzt wird.

Endlich angekommen, konnte er seine Familie in die Arme schließen. Pfarrer Sebastian ist der Älteste von fünf Geschwistern. Er hat einen Bruder drei Schwestern, von denen zwei als Nonnen tätig sind.


Familie von Pfarrer Shaji Sebastian

Leider erhielt er kurz nach seiner Ankunft die traurige Nachricht vom Tod Bischof Georges, der ihn jahrelang begleitet und nach Deutschland entsandt hatte.

Inder zweiten Woche besuchte er in seiner Bistumsgemeinde Kinder, die dort unter ärmlichen Verhältnissen aufwachsen. Für sie hatte er zehn Kilogramm Süßigkeiten von der Sternsinger Aktion in Ostenfelde und dringend benötigte Schulmaterialien mitgebracht. Eine kleine Süßigkeit bedeutet für diese Kinder eine Riesenfreude und lässt für einen kurzen Augenblick die Sorgen vergessen. Einen großen Dank spricht Pfarrer Sebastian an die Ostenfelder Gemeinde für die großzügige Unterstützung aus. Hilfestellung geben ist wichtig und sehr wertvoll. Deshalb unterstützt auch er mit einem Teil seines Gehalts monatlich 15 Kinder in ihrer Schulausbildung. Hierbei wird kein Unterschied gemacht, welcher Religion die Kinder angehören. Egal ob sie dem Hinduismus, dem Islam oder dem Christentum angehören. Die dortige Kirchengemeinde nimmt alle Kinder gleichermaßen auf. Insgesamt leben in der Gemeinde Manimooly 7000 Kinder, die Unterstützung der Kirche dringend benötigen.


Pfr. Shaji mit Kinder

Ein Großteil der indischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu einem Sozialsystem, wie wir es in Deutschland kennen. In Indien versucht die Katholische Kirche, soweit es ihr möglich ist, bedürftige Menschen zu unterstützen. Dabei ist die Ausbildung von Kindern ein wesentlicher Bestandteil der Hilfe. Der Unterschied zwischen arm und reich ist gerade in den ländlichen Gebieten sehr groß. Für die Ausbildung der Kinder fehlt es den Eltern an Geld. Wenn die Eltern dann noch auf die Hilfe der Kinder angewiesen sind, brechen sie oftmals die Schulausbildung ab. Gleichfalls haben viele Kinder Aufgrund fehlender Infrastruktur eine lange und beschwerliche Anreise zu den wenigen Schulen. Deshalb würde der Unterricht auch selten pünktlich beginnen, so Pfarrer Sebastian. Die Schulgebäudesind schlicht und oftmals klein. Der Unterricht muss dann auch einmal außerhalb des Gebäudes stattfinden. Weiter ging es für Pfarrer Sebastian auf seiner Reise zu einem Exerzitien Aufenthalt mit einer Gruppe von Priestern.


Bischof von Pfr. Shaji

In der Zeit darauf blieb endlich Zeit für die Familie. Gemeinsam unternahmen sie verschiedene Ausflüge und besuchen Verwandte und Freunde.

Eine weitere Woche verbrachte er mit seinem Neuen Bischof, um ein Priesterseminar vorzubereiten und es dann auch mit Bewerbern zu beginnen.

Die restlichen Tage seines Urlaubs verbrachte er mit seinen Eltern und seinem Bruder.

Bei 32 Grad in Indien gestartet, kam er bei eisigen Minusgraden wieder in Deutschland an.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den spannenden Berichten von Pfarrer Shaji Sebastian. Gerne möchten wir im nächsten Gemeindebrief mehr über seine Heimat schreiben. Seien Sie gespannt.

Hille Reuter / Rene Büscher

Dezember 2017
Glocken von St. Ludgerus (Ennigerloh)

Dankes- und Bestätigungsschreiben

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus dem St. Augin Kloster vom Izlo-Gebirge im Tur-Abdin (Südost Türkei) senden wir Ihnen unseren Grüße und Gebete.

„Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.“ (Mt. 5,7)

An einem angenehmen Sommerabend stattete die Familie Anter aus Ennigerloh dem St. Augin Kloster einen Besuch ab. Das 2011 wieder belebte Kloster hat bis zu diesem Zeitpunkt nur wenige Schlafplätze. Der Besuch der Familie Anter, der aus tiefstem Glauben erfolgte, war mit einer Übernachtung im Kloster geplant.

So kam es im Gespräch mit dem Klosterabt zum Thema Klosterglocke. Doch wie sich hier heraus stellte hatte das Kloster noch keine Klosterglocke. Deshalb hat sich die Familie Anter dazu bereit erklärt dem Kloster eine Glocke zukommen zu lassen.

Herr Genco Anter, der Sohn von Aziz Anter, hat an die abgerissene St. Ludgerus Kirche in Ennigerloh gedacht und sich über ihre Kirchenglocken informiert. Dieser Besuch fand im Juli 2013 statt. Im November 2017 hat nun die versprochene Glocke ihren Platz im Mor Augin Kloster und läutet zu den verschieden Gebetszeiten. Im Frühling 2015 wurde das Fundament für die Klosterglocke gelegt. Es ist ein zum Teil neu betonierter Platz, ziemlich mittig im Kloster Richtung Syrien.

Wegen Unruhen im Südosten der Türkei kam es erst im März 2017 dazu, dass Herrn Aziz Anter nur wenige Tage nach dem Versenden der Klosterglocke, selbst zu Beginn der 40-tägigen Fastenzeit mit der freundlichen Unterstützung vom Klosterabt anfing die Klosterglocke anzubringen. Eine Woche vor dem Osterfest war dann die Klosterglocke bereit, um geläutet zu werden. Anlässlich dieses Ereignisses wurde eine Eröffnungszeremonie durch den Erzbischof der Diözese abgehalten, an der auch Gäste aus den aramäischen Nachbardörfern teilnahmen. Der Metropolit segnete diese Glocke, adelte den Einsatz von Herrn Aziz Anter und sprach seinen Dank an die St. Ludgerus Gemeinde in Ennigerloh aus.

Im Oktober 2017 stattete Herr Aziz Anter dem Kloster einen kurzfristigen Besuch ab, denn er wollte sein Meisterwerk mit der Anbringung eines Steuerrelais zum automatischen Läuten krönen. Seit diesem letzten Besuch wird nun die Klosterglocke automatisch geläutet.

Unser Dank an Herrn Aziz Anter und seiner Familie kennt keine Grenzen. Wir stehen ihm gegenüber in großer Schuld. Wir haben nichts in der Hand ihm zurückzugeben, außer den ständigen Gebeten für ihn wie für seine Familie. Möge der Herr Gott die Fürsprache der Mutter Gottes und des heiligen Mor Augin sowie aller Heiligen (ihretwegen) akzeptieren, sie vor Krankheiten schützen und von Plagen und Notsituationen fernhalten.

Natürlich sind wir auch der St. Ludgerus Gemeinde in Ennigerloh zu großem Dank verpflichtet. Denn ohne die Spendung der Klosterglocke im Zeichen der christlichen Nächstenliebe, wäre das ganze Vorhaben erst gar nicht möglich gewesen.

Von den drei gespendeten Klosterglocken ihrerseits haben wir die größte Glocke mit 1250 Kilogramm erhalten. Die zweitgrößte Glocke wurde durch Herrn Aziz Anter dem St. Jakob von Sarug Kloster in Warburg, dem Sitz des Erzbischofs der Diözese Deutschland, gespendet. Die dritte Glocke hat ihren Platz in Adiyaman, Türkei. Dort ist erst vor ca. zehn Jahren die Diözese Adiyaman mit einem Bischof wieder besetzt worden, der sehr eifrig um die Fortschritte in seiner Diözese bemüht ist.

Anbei senden wir ihnen Bilder von der Klosterglocke, an der sich sämtliche Besucher erfreuen. Sie ist schon jetzt zu einem Wahrzeichen des Klosters geworden, denn sogar die türkische Presse berichtete über diese Klosterglocke als die größte Kirchenglocke in der Türkei. Zusätzlich wurde eine Gedenktafel aus Marmor in der deutschen Sprache hergestellt, die aufzeigt, dass diese Glocke von der St. Ludgerus Gemeinde gespendet und durch die Familie Anter aus Ennigerloh dem St. Augin Kloster übermittelt wurde.

Dazu bedanken wir uns nochmals recht herzlich.

Möge Gott, der Allmächtige, seine schützende Hand über ihre Gemeinde legen und seinen Frieden auf der Welt herrschen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Abt Yuyaqim Auginoyo

Bilder

Samstag, 9. Dezember 2017
Messdieneraufnahme Ennigerloh

23 neue Messdienerinnen und Messdiener aufgenommen

Im Gottesdienst zum 2. Adventssonntag konnten in der Gemeinde St. Jakobus 23 neue Messdienerinnen und Messdiener in die Ministrantenschar aufgenommen werden. Pfr. Dieckmann und die Messdienerleiterrunde freuen sich, dass nun die beiden neuen Gruppen von sechs Leiterinnen und Leitern betreut werden.

Nach einer Zeit im sogenannten Leuchter- bzw. Lichtdienst werden die Mädchen und Jungen dann auch den Altardienst versehen.