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Berichte 2012

Gesucht und gefunden: Sechs neue Messdiener für die Weihnachtszeit … und natürlich auch für das nächste Jahr!

Kurz nach Pfingsten trafen wir uns zum ersten Mal mit sechs Kindern, die sich auf Weg machen wollten, Messdiener zu werden. Von da an übten wir alle fleißig Woche für Woche,  um uns auf den Dienst am Altar vorzubereiten. Der Spaß kam dabei nie zu kurz und mit viel Witz und Humor lernten alle Gabenbereitung, Kerze & Co. Kennen. Einige Nerven der Betreuer blieben dabei auf der Strecke, aber die Begeisterung war bei allen zu spüren.

Jetzt sind Sie eingeführt und unterwiesen. Weihnachten kann kommen! Nun wünschen Euch Eure Leiter Lorena und Paul alles Gute und viel Freude bei Eurem Dienst als Messdiener!


Die neuen Messdiener: (dritte Reihe v. l.) Axel Heinekamp (Pfarrer), Paul Schroeter (Leiter), (zweite Reihe v. l.) Jost Malczewski, Karolin Beermann, Lorena Kraskes (Leiterin), Leonard Lutterbeck, (erste Reihe v. l.) Leah Kerkloh, Simon Beermann, Leonard Voth

Zeitungsbericht
Statt Chorälen erfüllt Baulärm das Gotteshaus


Bild: Rautenstrauch

Zeitungsbericht
Kinderchor Ostenfelde - Kindermusical "Vampir Wackelzahn" (13. + 14. Oktober 2012)


Bild: Engelbrecht

Stadtwallfahrt nacht Telgte (2. September 2012)

Ankündigung des Vorbereitungsteams im Pfarrbrief

Neue Wege wagen

 Am frühen Morgen starten wir wieder wie gehabt aus den einzelnen Bezirken (Uhrzeiten entnehmen Sie bitte den Plakaten). Nach einer guten Stärkung setzen wir dann gemeinsam von Freckenhorst unsere Pilgerreise fort.

Manch von Ihnen werden sich sicherlich schon gefragt haben,
- Warum muss man an einen bestimmten Ort Pilgern?
- Oder geht es mehr ums "unterwegs sein"?
- Müssen es gleich über 30 KM sein ... und ... und ...und

Weltweit machen sich jedes Jahr viele Gläubige auf, um zu religiösen Stätten zu pilgern. Sie möchten vom Gewohnten und Vertrauten aufbrechen, um Gott an besonderen Orten neu zu erfahren.

Zu den Kennzeichen des Pilgerns zählt neben Stille und Gebet auch die GEmeinschaftserfahrung. Pilger tun ich oft zusammen, um auf dem mühsamen Weg zu singen und zu beten. In dieser Gemeinschaft drückt sich für sie ein lebendige Kirche aus. Das Wallfahren verbindet
- Naturbetratungen
- Gemeinschaftserlebnis und
- Gotterfahrung.

Wenn auch Sie die Erfahrung und Gemeinschaft des Pilgerns erleben mchten, kommen Sie doch einfach einmal mit uns. Wallfahren heißt also, sich aufmachen und "neue Wege wagen". Wir freun uns über jeden Pilger!!!!!


Bilder von der Wallfahrt
(Fotos: Herrn Schomakers - Die Glocke)

Bericht - Paul Schröter
Kanuausflug der Messdiener und KJ Enniger (23. Juni 2012)

Nils war schon mal hier

... und am Ende waren wir alle hier.

Am Samstag, den 23.6.12, hatten die Messdiener und die Kolpingjugend aus Enniger ihren jährlichen Ausflug. Mit 27 Kindern zwischen 11 und 20 fuhren wir Mittags in Enniger los, in Richtung Lippstadt. Es ging hin mit einem Reisebus, jeder hatte mindestens drei Sitzplätze. Nach einem ungewollten Abstecher in ein Wohngebiet fuhren wir dann auf den Parkplatz und Nils rief „Ich glaub ich war schon mal hier!". Von da an wussten es alle und betonten lautstark „Nils war hier!".

Hektisch und aufgekratzt ging es dann nach einer kurzen Einweisung endlich aufs Wasser. Jede Gruppe fuhr ihr Tempo, machte zwischendurch Pause, genoss die Sonne oder attackierte die anderen Boote. Alle genossen die Atmosphäre der Lippe mit ihren vielen Abzweigungen, Enten, Schwänen verrottenden Bäumen und kleinen Inseln. Nach ungefähr drei Stunden kamen wir an
der Anlegestelle an und es begann das große Gekenter. Die Jungs stürmten auf die ankommenden Kanus los, nichts und niemand war sicher.

Um sechs Uhr ging es dann mit einem Linienbus von Benninghausen nach Enniger zurück. Ein rundum gelungener Nachmittag und, wie Nils, waren wir da.

"Die Glocke" - Anke Rautenstrauch - Freitag, 11. Mai 2012
Zeitungsartikel über die Sanierung der Pfarrkirche "St. Jakobus" Ennigerloh

Sanierung und Umbau beginnen in Kürze
St. Jakobus soll Heimat für alle Gläubigen sein

Von unserem Redaktionsmitglied Anke Rautenstrauch

Ennigerloh (gl). Nur die Holzfiguren der Apostel Jakobus, Paulus, Johannes und Petrus hängen noch im Altarraum. Die anderen Wände in der St.-Jakobus-Kirche sind bereits kahl. Die vertrauten Gemälde und die Bilder des Kreuzwegs sind abgehängt und ebenso wie die abgebaute historische Ladegastorgel ausquartiert worden. Der Grund: Die Kirche im Herzen Ennigerlohs wird in den kommenden Wochen saniert.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Ein Hauptaugenmerk liegt auf den energetischen Maßnahmen. „Hier ist seit langer Zeit nichts getan worden. Seit Jahrzehnten besteht ein Sanierungs- und Renovierungsstau“, erklärt Pfarrer Andreas Dieckmann. 15 000 Euro jährlich kostet die Pfarrgemeinde St. Jakobus die Fußbodenheizung. Auch die Elektroanlage ist veraltet und marode.

Aber nicht nur das Gebäude soll auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Kirche soll auch innen umgestaltet werden. „Fest steht, dass wir die St.-Ludgerus-Kirche aufgeben. Damit wird die St.-Jakobus-Kirche zu einer neuen Heimat, in der sich die Mitglieder beider Pfarrgemeindebezirke wiederfinden können. Dies soll in einem neu gestalteten Innenraum der Kirche deutlich werden“, berichtet Dieckmann. Eng damit verbunden sei der liturgische Ansatz, wonach der Altar in einem veränderten Altarraum einen neuen Platz erhalten soll. „Wir wünschen uns, dass der Altar versetzt wird und eine zentralere Bedeutung erfährt“, erläutert der Pfarrer. „Der Altar ist der Ort, an dem sich die Gemeinde versammelt und gemeinsam Gottesdienste feiert und an dem sich die Menschen in Gemeinschaft oder allein angenommen und wohlfühlen.“

Wo der Altar künftig verortet sein wird, steht noch nicht genau fest, denn für die Umgestaltung ist eine enge Abstimmung mit dem Bistum notwendig. Der Diözesanbaumeister plane, dass der Altarraum vorgezogen werde und dann bis an die ersten Pfeiler grenze. Das gehe den Mitgliedern des Bauausschusses von St. Jakobus aber zu weit. „Wir möchten nicht, dass der Altarbereich zu einer klerikalen Bühne wird. Es soll aber auf jeden Fall möglich sein, vom Altar aus in alle Richtungen, also auch in die Querhäuser, zu zelebrieren und so die Gemeinde einzubeziehen“, erklärt Dieckmann. Damit komme man den Forderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils nach, wonach der Altar ins Zentrum der liturgischen Feier rücken soll. Am 16. Mai sind Vertreter des Bistums zu Gast in der St.-Jakobus-Kirche, um mit den Ennigerlohern ein endgültiges Konzept zu erarbeiten.

Hintergrund

Die St.-Jakobus-Kirche in Ennigerloh ist Mitte des 13. Jahrhunderts als eine zweijochige Hallenkirche mit quadratischem Westturm gebaut worden. Das Mittelschiff trägt ein spitzkuppeliges Kreuzgewölbe auf runden Scheidbögen. Die Seitenschiffe sind mit Tonnengewölben ausgestattet. Der ältere Teil der Kirche gilt als spätromanische westfälische Halle. Der Raum hat einen fast quadratischen Grundriss mit ursprünglich zwei Eingängen im Norden und Süden. Das ehemals mehrfach gestufte Nordportal wurde in die Westwand des Turmes eingebaut. In der Kirche befindet sich ein romanischer Taufstein vom Anfang des 13. Jahrhunderts mit einem Relief des heiligen Jakobus. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts lag ein Friedhof rund um die Kirche, danach durfte der Rand des Friedhofs bebaut werden. Ein Häuserring, der sogenannte Drubbel, entstand rund um die Kirche.

Durch den Umbau im Jahr 1886 hat die Kirche viel von ihrem ursprünglichen Stil eingebüßt. Damals wurden Querschiff und Chor im neugotischen Stil angebaut, um Platz für die durch die Industrialisierung wachsende Bevölkerung zu gewinnen. Zum Teil wurde in den 1970er-Jahren der alte Zustand im Inneren wieder hergestellt.

Die Orgel wurde 1876 von Friedrich Ladegast erbaut, ursprünglich für die evangelische Kirche in Neuengeseke. 1997 wurde das Schleifladen-Instrument von Gerald Woehl (Marburg) restauriert und in Ennigerloh aufgestellt. Im Zuge der Sanierung der Kirche wird auch die vom Holzwurm befallene Orgel restauriert. (gl/art)

Neuer Mittelgang wird eingerichtet

Ennigerloh (art). Unabhängig vom neuen Altarstandort habe man sich darauf verständigt, dass der Altar auf zwei erhöhten Stufen stehen solle. Geplant ist außerdem, den Taufstein, der sich zurzeit noch im Turmbereich befindet, im Altarbereich zu platzieren. „Taufen können dann von allen Besuchern miterlebt werden“, sieht Pfarrer Dieckmann darin einen Vorteil.

Zugleich wird die Tür des Nordportals im Turmbereich wieder geöffnet. Weiter wird ein 1,60 Meter breiter Mittelgang eingerichtet. „Das bedeutet zum einen, dass sich das Platzangebot etwas verringert, zum anderen wird ein feierlicher Ein- und Auszug der Gemeinde durch das dann neue Hauptportal möglich.“ Vor allem bei Hochzeiten sei dies ein oft geäußerter Wunsch, berichtet Pfarrer Dieckmann. Nach dem Umbau wird die Kirche rund 250 Sitzplätze haben. Des Weiteren soll das Gotteshaus einen neuen, helleren Fußboden und eine moderne Gasheizung erhalten. Die Beichtstühle werden wahrscheinlich abgebaut. An Stelle dessen soll ein Beicht- und Gesprächszimmer in der Sakristei eingerichtet werden.

Pfarrer Dieckmann freut sich, dass im Vorfeld zur Sanierung und Umgestaltung der St.-Jakobus-Kirche eine so lebhafte Diskussion in der Gemeinde stattgefunden hat. „So kann der Glaube lebendig gestaltet und weitergegeben werden. Viel wichtiger als jede Sanierung der Kirche aus Stein ist aber die innere Reform der Kirche aus den lebendigen Steinen, die ja die Gemeindeglieder, die Getauften, sind.“ Pfarrer Dieckmann, der auch Mitglied des vom Kirchenvorstand gewählten Bauausschusses ist, sieht seine Rolle als Moderator, der zwischen den Interessen der Gemeinde und – so nötig – denen des Bistums vermittelt.

Über den Fortschritt der Baumaßnahmen, die die Kirche gut 900 000 Euro kosten, wobei das Bistum den Großteil übernimmt, soll in den kommenden Monaten auch im Internet informiert werden. Ostern 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Sonntag, 29. April 2012 • "St. Margaretha" Ostenfelde
Orgelkonzert

Orgel: Christoph Grohmann

Bericht von Josef Hoeber:

Die Katholische Kirchengemeinde St. Margaretha in Ostenfelde hatte zu einem Orgelkonzert mit dem bekannten Rheda-Wiedenbrücker Konzertorganisten und Hochschullehrer Christoph Grohmann an der restaurierten Randebrock-Orgel eingeladen - und mehr als 120 Besucher kamen aus nah und fern. Sie wurden nicht enttäuscht, sondern erlebten einen besonderen Kunstgenuss.

Grohmann begann sein Programm mit dem Voluntary VIII in d-Moll von John Stanley zu dessen 300. Geburtstag. In dem dreiteiligen Stück präsentierte der Organist die von der Orgelbaufirma Sauer 2010 restaurierte und erst am Freitag vorher frisch gestimmte Orgel in den verschiedenen Klangfacetten. Dabei kam besonders der große Dynamik-Umfang des zweimanualigen Instrumentes mit seinem sehr wirksamen Schwellwerk zur Geltung. Mit zwei improvisierten Choralvorspielen gab Grohmann ein eindrucksvolles Beispiel seiner großen Improvisationskunst. Während er bei "Lobe den Herren" den Cantus firmus (die Singstimme) im Pedal spielte, folgte mit "Ein Haus voll Glorie schauet" ein Vorspiel, das die vielen Möglichkeiten und Klangfarben der Orgel zeigte.

Das Concerto C-Dur BWV 595 von Johann Sebastian Bach spielte Grohmann in hellen spritzigen Klangfarben, während er in dem Kleinen Flötenkonzert F-Dur von Justin Heinrich Knecht die sehr schönen Flötenstimmen der Orgel präsentieren konnte. Der Osterzeit angemessen folgten noch einmal zwei frei improvisierte Choralvorspiele über "Dies ist der Tag, den Gott gemacht" und "Wahrer Gott, wir glauben dir". Das erste Vorspiel war ein einziges großes Crescendo mit einer ununterbrochenen Spannung bis zum Schluss. Das zweite Stück spielte Grohmann als ein sehr getragenes Vorspiel, wiederum äußerst abwechslungsreich registriert.

Zum 50. Todestag von John Ireland folgte seine "Miniature Suite for Organ" in drei Sätzen, meisterhaft und sehr dynamisch interpretiert. Sein Programm beschloss Grohmann mit der "Suite Carmélite" von Jean Françaix zu dessen 100. Geburtstag. In dieser 1938 komponierten sog. Karmeliterinnen-Suite werden die verschiedenen Charaktere von sechs Karmeliterinnen-Schwestern musikalisch dargestellt. Das abwechslungsreiche Stück schließt mit einem majestätisch anmutenden Satz über die Mutter Maria vom heiligen Augustinus "Mère Marie de Saint-Augustin", in dem die große Klangfülle und das reiche Fundament dieser schönen Orgel noch einmal eindrucksvoll zur Geltung kam.

Nach lang anhaltendem stehendem Applaus der begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer bedankte sich die "Haus-Organistin" Agnes van Bergerem bei Christoph Grohmann und seiner Frau Gertrud, die ihm assistiert hatte. Der Organist seinerseits bedankte sich mit einer eindrucksvollen Zugabe, die einem der Besucher gewidmet war. In einer großen Improvisation verarbeitete er u.a. "Viel Glück und viel Segen". Die Improvisation endete mit "Zum Geburtstag viel Glück" als Cantus firmus im Pedal gespielt, über dem in den Manualen die bekannte Toccata aus der V. Symphonie von Charles Marie Widor angedeutet wurde - wahrlich meisterhaft verarbeitet und von den Besuchern mit erneut stehenden Ovationen dankbar quittiert, die eine Sternstunde der Orgelmusik in St. Margaretha Ostenfelde erlebten.

Zeitungskritik ("Die Glocke" - Dr. Ekkehard Gühne - Freitag, 11. Mai 2012)

Konzert an St. Margaretha
Grohmann öffnet Schatzkiste der Orgelmusik

Ostenfelde (gl). Nach fast 150?Jahren treuer Dienste ist die Orgel der Pfarrkirche St. Margaretha Ostenfelde gründlich saniert worden. Wie gut ihr das getan hat, demonstrierte am Sonntag vor einem stattlichen Publikum Christoph Grohmann aus Bielefeld. Sein originelles Programm griff dabei nicht die Giganten der Orgelmusik auf; sein Herz schlug eher für die kleineren Meister, die hier und da auch Entdeckungen ermöglichen. Mehr als zwei Jahrhunderte der Musikgeschichte lieferten so das Material, das die Vielseitigkeit des Instruments und das hohe Können der Bedienung verdeutlichten.

Aus England grüßte zunächst der schon als Kind erblindete John Stanley (1712-86) mit einem „Voluntary“ in d-Moll, solide Gebrauchsmusik mit klaren Strukturen. Danach verließ der Organist den Boden des nachspielenden Künstlers und wurde selbst schöpferisch. Den Stoff lieferten insgesamt vier bekannte Kirchenlieder, über die er frei improvisierte, durchaus mit guten Einfällen, aber auch mit Respekt für die Vorlage, die immer erkennbar blieb.

Nur 18 Jahre alt wurde Johann Ernst, Prinz von Sachsen-Weimar (gestorben 1715). Johann Sebastian Bach griff aber nicht auf Minderwertiges zurück, als er eines seiner Violinkonzerte der Bearbeitung für Orgel würdigte. Gute Musik im italienischen Stil, von der es hier leider aber nur einen Satz gab.

Vom Barock erheblich abgesetzt hat sich Justin Heinrich Knecht (1762-1817). Sein liebenswürdiges Flötenkonzert in F-Dur floss grazil dahin und machte den Erbauern der Orgel geradezu ein Kompliment, so leichtfüßig und elegant passte sich das Instrument diesem beinahe galanten Stil an.

Durchaus spätromantische Züge zeigte eine kleine Suite von John Ireland (1879-1962), die auch einen Hauch von Folklore nicht verachtete, vor allem in der „Villanella“. Und dass der Humor an der Orgel nicht rundweg verboten ist, demonstrierte abschließend Jean Françaix (1912-87) in seiner „Suite Carmelite“, die auf schmunzelnde Weise verschiedene Ordensfrauen aufs Korn nimmt, von der etwas quirligen Sr. Constance bis hin zur resoluten Sr. Mathilde.

Beim Humor blieb auch die hochverdiente Zugabe: Improvisationen unter anderem über „Viel Glück und viel Segen“. In irgendeine Richtung lässt sich das ja immer interpretieren.